_PROJEKT

Für Minderjährige ist es nach wie vor kein Problem, an alkoholische Getränke heranzukommen, ob es „nur“ Bier sei oder aber 20 bis 40-prozentige gesüsste Wodka-Variationen. Alkohol und Cannabis sind mehr oder weniger immer erhältlich – an jedem Ort, zu jeder Stunde. Ein Angebot, von dem die Jugendlichen rege Gebrauch machen.
Harassenlauf, Botellónes, Schulabschlussfeiern, Besäufnisse im öffentlichen Raum und nicht zuletzt ein nahezu bewusstloser Jugendlicher, der ins Jugendhaus gebracht wurde. - Diese Ereignisse veranlassten die Jugendarbeiter der Gemeinde Allschwil, dem Phänomen des Alkohol- und Cannabiskonsums auf den Grund zu gehen. Für einmal sollten die Jugendlichen zu Wort kommen und ihre Beweggründe für den Konsum von Rauschmitteln erzählen. Dieser Film gibt einen intimen Einblick in das Leben der Jugendlichen zwischen Kinderstube und Erwachsenenwelt.

Eltern, Jugendarbeiter, Pädagogen und Polizei stehen dem Cannabis- und Alkoholkonsum von Jugendlichen relativ machtlos gegenüber – oder doch nicht
ganz?
_Eltern können ihre Kinder begleiten und ihnen Grenzen setzen. Sie können offen
  sein für ihre Sorgen und Fragen.
_Pädagogen können aufmerksam sein und sich mit Eltern gemeinsam für die
  Ursachen von Veränderungen bei Jugendlichen interessieren.
_Jugendarbeiter können aufklären, Jugendliche mit ihrem Verhalten konfrontieren
  und sich um Schadensbegrenzung in der Freizeit und im öffentlichen Raum
  bemühen.
_Die Polizei kann sanktionieren und versuchen, das Gesetz durchzusetzen.

Als Eltern, Pädagogen, Jugendarbeiter oder Ordnungskräfte können wir vor allem Eines: wir können die Jugendlichen durch die schwierige Zeit der Adoleszenz begleiten, immer wieder nachfragen, Chancen geben und hoffen, dass sie in allem das für sie richtige Mass finden. Unsere Erfahrungen zeigen, dass dies den Meisten gelingt.

Wir danken den Jugendlichen und den Eltern für ihre Offenheit und ihr Engagement bei den Dreharbeiten:

Wir danken den Fachpersonen für die Mitarbeit an diesem Film und den Sponsoren, welche diese Produktion erst ermöglicht haben.
Ein besonderer Dank geht an „filmformat“. Basel, welche sich mit grossem Engagement und Einfühlungsvermögen auf die Thematik  eingelassen haben.

Heinz Kraus, Desirée Lang, Michel Nobile
Leitung Jugendfeizeithaus Allschwil

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